Messe Leipzig Glashalle

Reisebloggercamp 2019 in Leipzig

Nach dem Reisebloggercamp 2018 in der Lessingstadt Wolfenbüttel sah es erst ressourcenbedingt schlecht mit einem Camp 2019 aus. Doch dann überraschte uns Romy mit einem Reisebloggercamp Spezial. Auf einen Tag gestrafft, dafür im Rahmen der TC Touristik und Caravaning Messe in Leipzig. Nix wie hin.

Freitag – ab nach Leipzig

Auch wenn das Reisebloggercamp Spezial nur eintägig sein sollte, konnte man bereits am Freitag anreisen und etwas Programm genießen.

Anreise mit der Bahn

Leipzig ist bahnseitig recht gut erschlossen, daher stieg ich bereits Freitagmorgen in Duisburg in den Zug, um die knapp fünfstündige Fahrt mit Umstieg in Frankfurt anzugehen. In Düsseldorf stieg dann Britta in meinem Wagen zu und wie wir Twitter und Facebook entnehmen konnten, waren auch bereits einige andere Reiseblogger im selben Zug. Der Umstieg in Frankfurt war dann kein Problem, aber in Hanau standen wir dann erstmal. Stellwerksstörung. Hier wurde es dann Zeit für das erste Bier. Britta war im anderen Wagen, aber Hubert war im direkten Nachbarwagen und kam rüber, um mir Gesellschaft zu leisten. Mit gut einer Stunde Verspätung – dafür aber vier Bier Vorsprung – kamen wir in Leipzig an.

Begrüßung im Hotel Innside by Melia

INNSIDE Leipzig Thomaskirche
Blick von der Rooftop Bar auf die Thomaskirche

Vom Bahnhof war es nur ein knapp viertelstündiger Fußweg quer durch die Stadt zum Hotel Innside by Melia, wo ein Teil der Reiseblogger untergebracht war. Auf der tollen Dachterrasse gab es dann auch den Empfang durch Romy, den Hoteldirektor und natürlich durch Andreas von Leipzig Tourismus und Marketing, die ebenfalls zu den Unterstützern des Reisebloggercamps 2019 zählten.

Tour durch die Stadt

Ich hatte mich für die Führung zum Thema Architektur entschieden und bin immer noch erschlagen von der Fülle an Informationen, die der Guide uns in knapp zwei Stunden eingeprügelt hat. Es wiederzugeben ist nahezu unmöglich. Gründerzeit, Barock, Jugendstil, sozialistische Platte – in der Leipziger Innenstadt kann man kaum 20 Meter gehen ohne irgendein Gebäude oder Detail zu bewundern.

Leipzig – Stadt der Passagen

Spektakulär sind vor allem die vielen Passagen und damit verbundenen Hinterhöfe. Das Zentrum ist geradezu durchzogen von Gassen und Durchgängen, jede mit einer eigenen Geschichte. Fahrt hin, schaut es Euch an – es ist toll.

Tagesabschluss in der Moritzbastei

Zum Schluss der Führung ging es zum Rest der alten Stadtbefestigung, der Moritzbastei, heute Kulturzentrum und Kneipe. Hier trafen sich die Teilnehmer des Reisebloggercamps dann mit weiteren von der Stadt eingeladenen Bloggern zum Abendessen und weiteren Bieren.

Samstag – das Reisebloggercamp 2019

Am Samstagfrüh warteten schon die Taxen vor den Hotels, um uns zum Messegelände zu bringen. Da die CDU parallel in der Kongresshalle ihren Bundesparteitag abhielt, hatten wir bei der Anfahrt auf einmal dunkle Limousinen mit Blaulicht vor und hinter uns. Da unser Wagen ebenfalls ein schwarzer Van war, muss das ein netter Anblick gewesen sein.

Die Messe Stuttgart als Veranstalter der TC Touristik und Caravaning hatte uns für die gesamte Veranstaltung akkreditiert, so konnten wir uns also schon vor der offiziellen Messeöffnung am Stand von Leipzig Tourismus und Marketing einfinden, wo der neue Merian Reiseführer Leipzig vorgestellt wurde. Dazu war sogar der Merian Chefredakteur eigens aus Hamburg angereist.

Pitch, Planung und Sessions

Danach ging es für uns zur Sessionplanung in die drei Räume, die uns für das Barcamp zur Verfügung gestellt worden waren. Da der Zeitplan eng war, wurde auf die umfangreiche Vorstellungsrunde verzichtet, nur die Neulinge konnten kurz was zu ihren Erwartungen sagen.

Der Session-Pitch ging dann auch direkt los und bot wieder viele unterschiedliche Themen; ich hatte allerdings den Eindruck, dass es etwas technischer war als sonst: Apps zur Animation, VPN-Tunneling, WordPress-Plugins und natürlich SEO. Darüber hinaus Sessions zu Netzwerken wie Pinterest oder TikTok und natürlich auch zu Auswertungen und Monetarisierungsmethoden. Zur letzten gab es noch eine nette Paralleldiskussion auf Twitter.

Man beachte die Diskussion zum Tweet

TC Touristik und Caravaning

Zwischendurch gönnte ich mir eine Pause und schlenderte mal über die Messe. In einer Halle tummelten sich die Destinationen, aber auch Bundeswehr, Zoll und Bundespolizei. Und natürlich sehr viele Besucher, die sich im Herdenmodus durch die Gänge schoben. Etwas voll für meinen Geschmack. In einer anderen Halle war die Zukunft des Caravanings ausgestellt. Von Dachzelten für normale PKW für knapp EUR 4.500 bis hin zu umfangreichen Umbauten von Mercedes-LKW für eine halbe Million Euro war für jeden was dabei. Aber ist letzteres noch Camping? Muss jeder selber wissen…

Leipzig TC Touristik und Caravaning
Äh… kann man machen…

Viel zu schnell war das Reisebloggercamp auch schon wieder vorbei – Danke nochmals an Romy für die Organisation und natürlich an die Sponsoren.

Bierkultur und Deathpunk Tourism

Das Reisebloggercamp war zwar vorbei, nicht aber der Abend. Auf Empfehlung von Andreas von Leipzig Tourismus zog es Hubert und mich ins Cliff’s Brauwerk, Leipzigs erster Mikrobrauerei mitten im gründerzeitlichen Waldstraßenviertel. Zu Anfang waren wir die einzigen Gäste im versteckt liegenden Keller; das änderte sich aber schlagartig, als die Bundesliga-Partie zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Köln vorbei war. Wie in solchen Läden üblich kann man sich eh nicht für ein Bier entscheiden und arbeitet sich daher durch die ganze Karte. Gestartet mit einem erfrischenden Wit, ging es über ein Pils (No. 4), ein London Red, dem Monroe Weizen und dem Projekt 1909 (hat zum Glück nix mit dem BxB zu tun) zum IPA. Das war dann auch der Sieger.

Weiter ging es dann nach Connewitz zum Treffen mit Felix (TJ Connewitz) und Steffi (TJ Leipzig Origin). Biere und Schnäpse in IlsesErika. Deathpunk Tourism at it’s best.

Sonntag – Kultur pur

Noch etwas erschlagen vom Vortrag kramte ich Sonntagmorgen (eher Mittag) meine Sachen zusammen und zog um ins Hotel Mercure Art, knapp 20 Minuten Fußweg (mit Koffer) vom Innside entfernt. Nach dem Checkin ging es dann erstmal wieder in die Stadt. Einige Locations der Stadtführung nochmal bei Tageslicht betrachten. Am Markt dann in die S-Bahn und raus zu einem der Wahrzeichen Leipzigs.

Völkerschlachtdenkmal

Völkerschlachtdenkmal Leipzig
Völkerschlachtdenkmal Leipzig

Vom S-Bahnhof Völkerschlachtdenkmal bis zum Denkmal selbst sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Bei bestem Wetter waren auch einige Leute unterwegs. Der knapp 90 Meter hohe Bau ist dann auch schon bald zu sehen, so einen dicken Klotz kann man schlecht verstecken. Rein gehen wollte ich nicht, sondern mir primär das imposante Bauwerk von außen ansehen. Beeindruckend ist das Ding schon, aber irgendwie hatte ich den Eindruck, dass – rein optisch – auf die Spitze noch irgendeine Monumentalstatue gehören müsste. So wie beispielsweise beim Hermannsdenkmal. Es wirkt so, als fehle da etwas…

Eingang zur alten Messe

Leipzig Eingang Alte Messe
Eingang zur alten Messe

Ebenfalls in der Nähe zur S-Bahn-Station liegt der Eingang zum alten Messegelände, von weitem erkennbar am doppelten M. Die in Leipzig entwickelte Muster-Messe diente als Vorlage für viele weitere Messen und ist dadurch auch in das Logo der Leipziger Messe eingegangen.

Gewandhaus zu Leipzig

Leipzig Gewandhaus
Gewandhaus Großer Saal

Zurück im Stadtzentrum kam dann der entspannte Teil des Tages. Im großen Alle des Gewandhauses zum Leipzig gab das Leipziger Lehrerorchester sein Herbstkonzert – Beethoven, Brahms, Dvorak. Da ich den Konzertsaal eh mal sehen und vor allem hören wollte, also die Gelegenheit. Und ein wenig Kultur hat noch niemandem geschadet.

Montag – Café und Blogzeit

Montag. Mein Verlängerungstag. Was ist immer das Problem bei einem Barcamp? Man bekommt tolle Impulse, tolle Ideen und nimmt sich vor, diese auch umzusetzen, sobald man zuhause ist. Also den Blogartikel zum Reisebloggerbarcamp schreiben, sich endlich mal bei der VG Wort anzumelden, ein paar Plugins auszuprobieren und so weiter…

Aber es ist doch klar, dass man zuhause alles wieder auf die lange Bank schiebt, da dann wieder andere Themen in den Fokus rücken. Also hatte ich mir den Montag dazu eingeplant, auf jeden Fall einige Dinge umzusetzen, die ich mir beim Reisebloggercamp notiert hatte. Und so bin ich durch die Stadt gestreift, quasi von Café zu Café und habe immer mal wieder den Laptop ausgepackt und ein paar Zeilen geschrieben oder ein Plugin getestet.

Im Café Riquet allerdings blieb der Laptop im Rucksack. Dafür gab’s Torte. Weitere kulinarische Stationen im Artikel Leipzig kulinarisch.

Kaffeehaus Riquet Leipzig
Torte im Kaffeehaus Riquet

Links zum Reisebloggercamp 2019

Hier sammle ich die Artikel anderer Teilnehmer zum Barcamp:

(weitere folgen)

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