Museumsinsel Berlin: Neues Museum

Immer wenn ich nach Berlin zur re:publica fahre, nehme ich mir Zeit für etwas Hauptstadt-Kultur. Nach gut sechs Jahren Abstinenz war die Museumsinsel wieder dran. So auch zum wiederholten Mal: Neues Museum

Neues Museum: so neu gar nicht

Im Gegensatz zum Nachbarn „Altes Museum“ ist es tatsächlich neu. Gut 15 Jahre nach seinem Vorgänger zwischen 1843 und 1855 erreichtet und gut 70 Jahre nach seiner Schließung im Oktober 2009 wiedereröffnet, beherbergt der Komplex heute vor allem das Ägyptische Museum und Papyrussammlung sowie das Museum für Vor- und Frühgeschichte.

Eine ‚alte Freundin‘

2011 war ich zum ersten Mal hier; damals habe ich noch einen kurzen Streifzug durch die restliche Ausstellung gemacht, unter anderm auch den berühmten Goldhut angeschaut. Aber irgendwie zog es mich von Anfang an zum berühmtesten Exponat, ausgestellt in einem eigenen Eckraum im 2. Stock:

Büste der Nofretete.

Ich finde es echt bemerkenswert, wie mich dieser knapp 3.000 Jahre alte Gipskopf beeindruckt hat. Wenn man direkt vor ihr steht und ihr in die Augen blickt, hat man echt das Gefühl, dass sie einen anschaut. Jedenfalls ging es mir damals so. Da ich ein Ticket für die ganze Museuminsel gelöst habe (EUR 18) war es für mich ein Pflichttermin: Neues Museum – Nofretete. In keinem anderen Raum stehen auch so viele Museumswächter herum. Gut vier bis sechs an der Zahl – je nachdem, wie viel los ist. Denn die Grande Dame Ägyptens darf (eigentlich) nicht fotografiert werden.

Fazit: Neues Museum

Ganz ehrlich: ich finde, dass allein die Büste der Nofretete einen Besuch rechtfertigt. Aber das ist rein subjektiv, da mich dieser Gipskopf echt beeindruckt. Die restliche Ausstellung ist sicher ebenfalls beeindruckend, wird aber von der Lady echt in den Schatten gestellt. Vielleicht zu unrecht. Aber mir reicht echt dieses eine Exponat. Geht hin, schaut Euch um – fällt Euer eigenes Urteil.

Comments: 0

Your email address will not be published. Required fields are marked with *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .