Musée d'Orsay - Seineufer

Musée d’Orsay – die fröhliche Alternative

Wen man nach Pariser Kunstmuseen fragt, nennt zumeist zuerst den Louvre. Durchaus verständlich, ist es schließlich das Vorzeigemuseum der Stadt. Aber nicht weit entfernt, am anderen Ufer der Seine liegt mit dem Musée d’Orsay ebenfalls eine echte Perle der Kunstwelt.

Der Bau – ein alter Bahnhof

Das Musée d’Orsay ist in dem ehemaligen Gare d’Orsay untergebracht, einem zur Weltausstellung 1900 errichteten Bahnhof. Entsprechend stilvoll ist auch die Architektur. Eine hohe Haupthalle mit einem Tonnengewölbe als Dach. Immer noch sehr prominent die großen Bahnhofsuhren. Allein die Architektur des Musée d’Orsay ist einen Besuch wert.

Die Sammlung des Musée d’Orsay

Auguste Rodin - Der Mann mit der gebrochenen Nase
Auguste Rodin – Der Mann mit der gebrochenen Nase

Insbesondere, wenn man zuvor im Louvre war, ist die die Sammlung des Musée d’Orsay eine willkommene Abwechslung. Der Großteil stammt aus der Zeit nach 1850 und beherbergt unter anderem eine beeindruckende Sammlung französischer Impressionisten. Neben Gemälden werden allerdings auch Photographien, Statuen und sogar Möbel ausgestellt. Für jeden also was dabei.

Auch hier empfiehlt es sich daher, im Vorfeld die persönlich wichtigsten Exponate zu identifizieren und sich darauf zu konzentrieren. Da ich die Impressionisten immer schon mochte, war es für mich ein besonderes Vergnügen so viele berühmte Gemälde von Edgar Degas, Paul Cézanne, Claude Monet, Édouard Manet, Pierre-Auguste Renoir und natürlich Vincent van Gogh persönlich in Augenschein nehmen zu können. Das Spiel mit Licht und atmosphärischen Bedingungen ist echt sehenswert.

Zudem sind die fröhlichen Motive wie Landschaften, Personen bei der Freizeitgestaltung oder Stilleben eine willkommene Abwechslung nach der düsteren Renaissance-Malerei, wo jedes dritte Bild eine Kreuzigung o.ä. darstellt.

Fazit

Das Musée d’Orsay mit seiner doch eher modernen Sammlung ist quasi die fröhliche Alternative zum doch recht düsteren Louvre mit seinen vorrangig mittelalterlichen Exponaten. Dazu hat man vom Dach noch einen schönen Blick auf die Stadt. Für den kunstbegeisterten Paris-Besucher also auf jeden Fall ein Muss!

Comments: 0

Your email address will not be published. Required fields are marked with *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.