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MoMA – Museum of Modern Art

Das MoMA, das Museum of Modern Art in New York ist sicherlich eins der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Und da ich ja Kunstmuseen sammel (siehe Louvre, Prado, Musee d’Orsay, Nationalgalerie), war das MoMA ein Must-Have bei meinem New York-Besuch.

Da das MoMA genau zwischen meinem Hotel und Central Park liegt, konnte ich morgens bequem dorthin spazieren. Unterwegs noch „Two eggs in a roll“ von einem der Straßenstände zum Frühstück, damit war ich dann für das Kunsterlebnis gewappnet.

Von der Straßenseite aus gesehen eine Fassade wie jede andere – innen hat das MoMA aber auch mit der eigenen Architektur einiges zu bieten.

Morning at MoMA

Oftmals wird ein Museumsbesuch ja dadurch gestört, dass die Museen einfach überlaufen sind. Daher geht man besser nicht mitten am Tag rein, sondern sucht nach Alternativen. Beim Louvre habe ich mir vorab ein Ticket für den frühestmöglichen Eintritt um 9:00 Uhr besorgt und mich dann trotzdem um 8:00 Uhr schon angestellt, um auch wirklich als erster ins Museum zu kommen.

Beim MoMA habe ich aber noch etwas besseres entdeckt: Morning at MoMA ist ein – zugegeben nicht ganz günstiges – Angebot von Viator; dabei kommt man innerhalb einer Kleingruppe (ca. 10-18 Personen) eine Stunde vor der offiziellen Öffnung ins Museum, bekommt eine knapp 40-minütige Führung durch die Malerei-Highlight in der Galerie im 5. Stock und kann danach noch gut 20-30 Minuten durch das leere Museum streifen, bevor der Publikumsansturm einsetzt. Absolut lohnenswert.

Die Sammlung

Wie der Name schon sagt, zeigt die Sammlung primär moderne und zeitgenössische Kunst; neben Malerei auch Architektur, Fotografie, Design und Bildhauerei. Es gibt sogar einen Bereich für elektronische Medien.

Mein Interesse galt beim Besuch primär der Malerei und damit auch einigen der herausragendsten Kunstwerken aus Impressionismus und Pop-Art. Dabei seien einfach mal in wertfreier Reihenfolge genannt…

Vincent van Gogh

Ich möchte behaupten „Sternennacht“ ist neben dem Selbstbildnis das bekannteste Bild von Vincent van Gogh. Normalerweise schwer umlagert, konnte ich dieses Meisterwerk fast alleine genießen.

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Vincent van Gogh – Sternennacht

Claude Monet

Auch Claude Monet ist gut vertreten im MoMA. Sein Triptychon „Wasserlilien“ ist schon fast zu groß für den Raum. Ich hatte schon Schwierigkeiten, alles auf’s Bild zu bekommen.

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Claude Monet – Wasserlilien

Paul Cézanne

Bei den großen Impressionisten darf der alte Landschaftsmaler Cézanne nicht fehlten; „Turning Road at Montgeroult“, ein Stadtmotiv- und „Chateau Noir“ – die Darstellung einer neugotischen Burg – seien hier erwähnt.

Henri Matisse

Picasso’s Zeitgenosse Henri Matisse ist ebenfalls vertreten.

Marcel Duchamp

„In Advance of the Broken Arm“ – eine Schneeschaufel aus der „Readymades“-Serie des Objektkünstlers. Er suchte dafür einfach fertige Objekte aus. Etwas schräg, aber Kunst ist halt das, was man daraus macht…

Piet Mondrian

Das Bild „Trafalgar Square“ hatte ich schon mehrfach gesehen, kannte aber den Künstler nicht.

Joan Miró

„The Birth of the World“ – ein surrealistisches Gemälde.
>>Joan Miró sagte, dass die Geburt der Welt „eine Art von Genese“ darstellt – die amorphen Anfänge des Lebens. Um das zu schaffen, schüttete, strich und schleuderte Miró Farbe auf eine ungleichmäßig grundierte Leinwand, so dass die Farbe in einigen Bereichen eindrang und in anderen auf der Oberseite lag. Über diesen relativ unkontrollierten Farbauftrag fügte er Linien und Formen hinzu, die er zuvor in Studien geplant hatte. Der Vogel oder der Drachen, der Stern, der Ballon und die Figur mit dem weißen Kopf mögen irgendwie irgendwie bekannt vorkommen, aber ihre Assoziation ist unlogisch.<< Quelle MoMA

Salvador Dali

Natürlich dürfen auch Kunstwerkes des Großmeisters des Surrealismus nicht fehlen. Leider war sein wohl bekanntestes Werk „The Persistence of Memory“ (das Bild mit den zerfließenden Uhren) gerade ausgeliehen. Aber immerhin war „Die erleuchteten Vergnügen“ da.

 

 

Jackson Pollock

Sieht es aus, als ob Farbeimer umgefallen sind, könnte es von Pollock sein. Der Hauptvertreter des Action Painting schuf mit seiner innovativen Technik eine ganz eigene Form des abstrakten Expressionismus. So hängen „One, Number 31“, „The She-Wolf“ oder „Full Fathom Five“ im MoMA.

Roy Lichtenstein

Lichtenstein’s Pop-Art erinnert mich immer Comic-Stil der 50er – hier exemplarisch „Interior with Mobile“

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Roy Lichtenstein – Interiour  with Mobile

Andy Warhol

Ein Museum für moderne Kunst in New York ohne Andy Warhol? Nicht vorstellbar. Das MoMa zeigt „Gold Marilyn Monroe“, „The last Supper“ – und eigentlich auch die berühmte Suppendose „Campbell’s Tomato Soup“, die aber auch aktuell verliehen war.

Félix González-Torres

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Felix Gonzalez-Torres
– Untitled (Death-by-gun)

Besonders hervorheben möchte ich aber die Installation „Untitled (Death by gun)“ von 1990. Der mir bis dato unbekannt kubanische Künstler hat die Namen und Gesichter von 460 Personen auf einen großen Bogen Papier gedruckt, die in der ersten Maiwoche 1989 in den USA durch Schusswaffen zu Tode kamen. Dabei besteht die eigentliche Installation aus dem gut 20 cm hohen Papierstapel – jeder Besucher ist eingeladen, sich ein Exemplar mitzunehmen, das MoMA druckt immer wieder nach. Diese Kritik an Schusswaffen in den USA prallte aber an 80% unserer Gruppe ab – wahrgenommen haben das Angebot nur eine weitere Deutsche und ich.

 

 

Die US-Prüderie live miterleben

Eine Installation im Bereich der Fotografie möchte ich noch erwähnen. XXX hat knapp 1.400 Fotografien von Geburten und stillenden Müttern zusammengetragen und daraus eine Collage geschaffen. Ok, die Bilder sind sicher nicht jedermann’s Sache – aber als ich gesehen habe, wie ein Vater seinem Sohn die Augen zugehalten hat und dann schnell daran vorbei führte… ich wusste nicht, ob ich lachen oder schreien sollte…

Fazit

Mag man Kunst, kommt man bei einem New York Besuch einfach nicht am MoMA, dem Museum of Modern Art vorbei. Wie in anderen großen Sammlungen empfiehlt es sich auch hier, sich vorher zu informieren, was man sich ansehen will und das dann gezielt anzusteuern. Sonst kann man sicher locker eine Woche dort verbringen und immer wieder was Neues sehen.

Ich werde sicher mal wieder kommen – dann aber für Fotografie und elektronische Medien; die Bereiche habe ich nämlich nur gestreift.

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