Brooklyn Bridge

Brooklyn Bridge – Photobombing bei Influencerinnen

Zum letzten Abend in New York wollte ich den Sonnenuntergang bei einem entspannten Spaziergang über der Brooklyn Bridge genießen. Auf den Gedanken zu Fuß von Brooklyn nach Manhattan zu spazieren waren aber auch andere gekommen…

Downtown Brooklyn

Atlantic Ave BrooklynZuerst ging es mit der Linie 4 von Midtown Richtung Brooklyn. Auf der Manhattan Bridge konnte ich dann schon mal einen guten Blick auf die benachbarte Brooklyn Bridge werfen. Angekommen am Barclays Center in Downtown Brooklyn ging es ganz entspannt die Atlantic Avenue entlang und dann weiter nach Brooklyn Heights. Eine echt schöne und sicher sündhaft teure Wohngegend.

Brooklyn Heights Promenade

Hinter den roten Backsteinhäusern liegt die Brooklyn Heights Promenade, ein autofreier Spazierweg direkt am Ufer des East River, bzw. ein gutes Stück oberhalb des Flusses. Direkt unter der Promenade befinden sich nämlich die Fahrspuren der Interstate 278 (Hier ein Blick von der Wasserseite in der englischen Wikipedia).

Von der Brooklyn Heights Promenade hat man einen großartigen Blick auf Teile des Hafens, Liberty Island und vor allem auf Lower Manhattan. In regelmäßigen Abständen stehen auch Bänke, so dass man sich auch einfach mal hinsetzen und den Blick schweifen lassen kann.

Nach gut der Hälfte der Promenade ging’s dann in die Clark Street, wieder rein nach Brooklyn. Von dort durch den Cadman Plaza Park über die Tillary Street bis zum Beginn der Brooklyn Bridge.

Die Brooklyn Bridge

Die 1883 fertig gestellte Brooklyn Bridge war mal die längste Hängebrücke der Welt. Da sie hoch genug gebaut werden musste, damit die damaligen Schiffe inklusive der Masten darunter durch passten, sind auch die Zufahrtsrampen entsprechend lang.

Brooklyn BridgeDer Zugang zum oberhalb der Fahrspurten gelegenen kombinierten Fuß- und Radweg „Brooklyn Bridge Promenade“ befindet sich an der Kreuzung Tillary Street und Brooklyn Bridge Boulevard. Bis zum ersten Pfeiler läuft man aber erst noch gut einen Kilometer in einer langen Kurve. Ab hier wurde es auch allmählich voll bei meinem Spaziergang.

Die Promenade ist ‚eigentlich‘ unterteilt in die Seite für Fußgänger und die für Radfahrer. Als Radfahrer ist man aber angeschissen, da die Fußgänger diese Unterteilung so irgendwie gar nicht interessiert. Sobald mal zwei, drei Radfahrer wütend schimpfend vorbei gefahren sind, ist die Spur ein paar Minuten noch frei, bevor es die Fußgänger dann wieder auf die ganze Breite drängt.

Nervige Influencer(innen)

Ist so eine Spur mal frei, schlägt die Stunde der Instagram-Girls. Fix wird sich in Pose gestellt, der anhängende Fotograf instruiert und schon geht das Geknipse los. Ist das „Shooting“ dann erstmal in vollem Gang, wird der Pöbel ringsherum ausgeblendet – auch der schnell heran kommende Radfahrer, der nur durch eine waghalsige Bremsung eine Kollision verhindern konnte. Auf Klingeln und Zurufe hatte die Dame nämlich nicht reagiert.

Influencer Brooklyn Bridge
So geht’s ja noch…

Überhaupt meinen diese Leute scheinbar, dass man ihnen für ihre Bilder grundsätzlich mehrere Quadratmeter freien Platz auf der engen Promenade einzuräumen hat. Da wird man schon mal angegiftet, wenn man sich in den gut 5 Meter breiten Zwischenraum zwischen Kamera und Model stellt, um selbst in aller Ruhe ein Bild zu machen. Photobombing kann ich.

Welcome to Manhattan

Nachdem man auch den zweiten Pfeiler passiert hat, ist man auch schon so gut wie in Manhattan. Die Rampe überkreuzt noch den FDR Drive und endet dann final am City Hall Park. Dort ist auch direkt die Subway-Station „Brooklyn Bridge City Hall Station“ der Linien 4 und 5. Kurzer Blick auf den Schrittzähler… soeben die 20 km – Marke geknackt.

Fazit

Ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge lohnt sich auf jeden Fall. Auch wenn es zum Sonnenuntergang sehr voll ist, ist der Blick auf die Skyline den Stress wert. Wer es etwas ruhiger haben möchte, sollte dagegen eher schauen, wann weniger los ist.

 

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